Der Löschzug der Feuerwehr Mannheim 1891 - 2013 Teil 2

Der Löschzug der Feuerwehr Mannheim 1891 - 2013 Teil 2

 

 

                                                    Der Löschzug vor der alten Feuerwache (1904)

 

Die Berufsfeuerwehr erhielt 1907 ein Elektro-Fahrzeug mit Gasspritze und einem Wassertank von 400 Litern.

Um den notwendigen Druck zu erzeugen wurde Kohlendioxid verwendet. Ausgerüstet war das Elektromobil außerdem mit Hakenleitern, Sprungtuch, Werkzeug, Schlauchmaterial und Armaturen.

 

 

                               Das Elektromobil (1904)                                                     Dampfspritze (1907)

 

Zum selben Zeitpunkt wurde eine selbstfahrende Dampfspritze angeschafft. Der Kessel dieses Fahrzeuges wurde mit einem kleinen Gasbrenner während der Standzeit vorgeheizt.

Im Alarmfall wurde eine Ölheizung zugeschaltet, so dass der Dampfdruck rasch stieg. Die Spritze war innerhalb von vier bis fünf Minuten abfahrbereit.

Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von rund 30 Stundenkilometern bei einem Betriebsgewicht von 5,8 Tonnen. 

Beheizt wurde das Fahrzeug mit Erdöl. Der Öltank reichte für eine 40 Kilometer lange Fahrt oder zwei Stunden Pumpentätigkeit.

Die eingebaute Löschpumpe hatte bei 8 atü (bar) eine Förderleistung von 1.500 bis 1.800 Liter Wasser pro Minute.

Die Gesamtleistung der Dampfspritze betrug 55 PS und der Preis betrug seinerzeit 28.000 Mark.