15. Verbandsversammlung vom Stadtfeuerwehrverband Mannheim



15. Verbandsversammlung vom Stadtfeuerwehrverband Mannheim

Vorstandsvorsitzender Karl F. Mayer begrüßte, im Mannheimer Ratssaal bei seiner
Willkommensrede die Delegierten und geladenen Gäste befreundeter Wehren sowie Vertreter
aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik. Unter ihnen auch Mannheimes Feuerwehrdezernent
und Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU).

Nach der Begrüßung nahm Pfarrer Peter Annweiler die Totenehrung vor. Musikalisch abgerundet durch
Amazing Grace, gesungen von Nina Fischer.

In seiner Rede sprach Bürgermeister Specht über die Vorteile, welche eine kommunal organisierte
Feuerwehr gegenüber einer staatlichen Wehr hat. Bei der Hauptversammlung der europäischen
Großstädte in Belgien sah man, dass diese Wehren besser dastehen als welche die über
staatliche Haushalte finanziert werden. Ein großes Thema sei auch die zukünftige Werbung für
den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hier müssen neue Ansätze gefunden werden, um dieses
wichtige Ehrenamt attraktiver zu machen. Aber auch der Neubau der Hauptfeuerwache stellt die Stadt
vor eine große Aufgabe. Alleine hierfür belaufen sich die Kosten auf rund 55 Millionen Euro.
Mit einem Gutachter wurde der effektivste Standort gesucht und mit dem ehemaligen Vögele Gelände
auch gefunden. Weitere 12 Millionen Euro fliessen in die Generalsanierung der Wache Nord. Zudem
mache man sich jetzt auch an die Sanierung des Feuerwehrgerätehaus in Wallstadt. Nach Angaben
Spechts gab es noch nie so hohe Investitionen in die Feuerwehr. Der vom Stadtfeuerwehrverband
geforderte Brandschutzbedarfsplan zeigt, dass das geforderte Fahrzeugkonzept richtig ist.
Es wird nun nach und nach umgesetzt, so Specht weiter. Besonders lobte er die hervorragende
Zusammenarbeit bei dem Großbrand in Ludwigshafen. Hier sah man das der Schulterschluss auch über
den Rhein hinweg vorbildlich funktioniert und wie auf dem Maimarkt immer wieder betont auch
unbürokratisch klappt. Specht warb auch für die vom Stadtfeuerwehrverband unterstützte Großübung
"Boat Crash". In der gemeinsamen Veranstaltung von Rettungsdiensten und Feuerwehren aus der
Metropolregion will die Stadt auch für das Ehrenamt werben. Matthias Müller und sein Vater Jürgen,
beide Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim Abt. Seckenheim, und Mitglieder im Verband
planen dieses Event Komplett in Eigenregie. Specht warb auch um finanzielle Unterstützung durch
den Gemeinderat für diese Veranstaltung. Beim Thema Leitstelle ist Ihm als Feuerwehrdezernent
aber auch sehr wichtig, dass unabhängig von der Standortsuche die weitere Zusammenarbeit mit den
Mitbewerbern weiter gut laufen muss. Bis Ende Januar soll die Suche abgeschlossen sein.
Specht weiter, wir sind auf einem guten Weg.
Ausdrücklich begrüßte Christian Specht die neu ernannte Werkfeuerwehr des GKM in den Reihen
der Mannheimer Feuerwehren mit ihrem Kommandant Huber.
Aber auch die Sportler der Feuerwehr liegen ihm sehr am Herzen. "Wir können sehr stolz auf sie sein,
wenn man im Internet nach Feuerwehr und Sport sucht, taucht immer wieder Mannheim auf". Besondere
Erwähnung fand auch das Wettkampfteam der Berufsfeuerwehr Mannheim, die immer wieder große Erfolge bei
internationalen Wettkämpfen erzielen und so nicht nur die Feuerwehr sondern auch die Sportbegeisterung
Mannheimes und der gesamten Region stehen. Sie werden zwar von Stadtfeuerwehrverband und einzelner
Unternehmen unterstützt, dennoch müssen sie aber einen Großteil der Kosten selbst tragen. Der Gemeinderat
sollte hier vielleicht auch einmal überlegen ob hier eine Unterstützung möglich sei.
Anmerkung der Redaktion: Genauso wäre es richtig, und ein gutes Zeichen die Sportler auch bei der
jährlichen Sportlerehrung zu Ehren.
Specht weiter, ein wichtiger Dank gilt auch den Notfallseelsorgern, die dieses Jahr rund 50 Einsätze
fuhren.
Meist zum Überbringen von schlimmen Nachrichten, aber auch bei der Trauerarbeit zum Beispiel bei einem
plötzlichen Kindstod oder zur Nachsorge von Einsatzkräften nach schweren und traumatischen
Ereignissen. Ein wichtiger und und oftmals unterschätzter Dienst für die Bevölkerung
Mannheimes.

Stefan Reebmann, MDB von der SPD, dankte für das Arrangement auch in gefährlichen Situationen immer
das Beste zu geben. Der Bevölkerung ist nicht klar was Feuerwehrmänner und Frauen täglich
erleben, was sie sehen und mit was sie, auch in ihren Gedanken umgehen müsse. Gut, dass es da die
Notfallseelsorger gibt die ihnen hierbei helfen können.
Der Bund muss genügend Geld für den Katastrophenfall stellen. Dazu gilt auch ein Rahmenplan für
Leitstellen. Hier sieht Reebmann Bayern als Vorbild.
Der Haushalt muss mit genügend Mitteln für Personal, Ausrüstung und Weiterbildungen die
Rahmenbedingungen stellen.

Landtagsabgeordnete Helen Heberer von der SPD fordert auch vom Land die nötigen Voraussetzungen für
gute Ausrüstung und Weiterbildungen. Das neue landeseigene Wasserfördersystem konnte bereits
über die Landesgrenze hinweg beim Großbrand in Ludwigshafen sein können zeigen. Eine
bereichsübergreifende integrierte Leitstelle (BILS) kann in Mannheim verordet werden, so Heberer weiter.
Sie hoffe auf eine gute Lösung.

Wolfgang Raufelder (MDL) von den Grünen, sprach der Feuerwehr seinen großen Respekt aus. Speziell
in der Erstellung von Gefahrenbewertungen und dem Anfertigen von Brandschutzplänen sei ihre Arbeit
unersetzbar. Er forderte mehr politische Unterstützung für die Feuerwehren.

Gemeinderats Mitglied Dr. Birgit Reinemund (FDP), forderte ein rasches Umsetzen des Brandschutzbedarfsplans.
Die Feuerwehr brauche bessere Ausrüstung, sowie mehr Personal und die benötigten Fahrzeuge. Wir
können es uns nicht leisten in einer Stadt mit einem so hohen gefahrenpotenzial wie Mannheim an den
falschen Stellen zu sparen. Man sollte das Geld nicht in kommunale Ordnungsdienste stecken. Für die
polizeiliche Sicherheit gibt es schließlich die Polizei. Hier währe das Geld besser bei der
Feuerwehr aufgehoben, so Reinemund. Es kann nicht sein, dass kein Geld für Benzin, Uniformen,
Weiterbildung und Fahrzeuge vorhanden ist. Sie fordert mehr finanzielle Unterstützung durch den
Gemeinderat.

Dr. Boris Weirauch (SPD) aus dem Gemeinderat, lobte ebenfalls die Arbeit der einzelnen Wehren. "Wir
müssen Sie von Seiten der Politik fördern durch Aussbildungsmöglichkeiten, Weiterbildungen und
der entsprechenden Ausrüstung." Wichtig ist auch das bei der Generalsanierung der Wache Nord eine
Lösung mit dem Hochspannungsmast gefunden wird. Die Freiwillige Feuerwehr Abt. Wallstadt wird nun mit
rund 1 Millionen Euro saniert, so Weirauch weiter. Ein besonderes Anliegen ist ihm aber auch das genügend
Gelder für Vorsorgekuren bereitgestellt werden.

Matthias Meder von den Grünen im Gemeinderat meinte, das ein subjektives Sicherheitsgefühl nicht
damit erreicht werde wenn die Aufgaben einer Landespolizei an den Kommunalen Ordnungsdienst abgeschoben
werden. Die Feuerwehr muss stärker gefördert werden. Die Freiwillige Feuerwehr muss gestärkt
und Attraktiver werden. Die Berufsfeuerwehr muss mehr potenzial haben. Aber auch von Seiten der Wirtschaft
muss das Ehrenamt mehr unterstützt werden. Vor allem wenn es um die Akzeptanz bei der Einstellung von
freiwilligen Feuerwehrangehörigen geht. Es kann nicht sein das jemand einem Job nicht bekommt nur weil
das Unternehmen keine Lust hat im Fälle eines Einsätzen auf seinen Mitarbeiter zu verzichten.

Als Mittglied der Freien Wählergemeinschaft Mannheimer Liste, sprach Rolf Dieter von einer breiten
Unterstützung des Gemeinderats. Die Feuerwehr sei ein Leuchtturm für die Sicherheit der Bürger.


In seiner Rede sprach Karl F. Mayer, Erster Vorsitzender SFV Mannheim von den verschiedenen Veranstaltungen
des Verbandes im vergangenen Jahr. Darunter auch die mit der größten Werbewirksamkeit für die
Feuerwehren dem Mannheimer Maimarkt. Der SFV war zum 12. Mal bei Deutschlands größter
Regionalausstellung zur Nachwuchswerbung vertreten. Das vor einigen Jahren auf dem Maimarkt ins Leben gerufene
Projekt "Unser Schulterschluss für Ihre Sicherheit" hat sich in diesem Jahr aufs Beste bewährt, so
Mayer. Beim Großbrand der Lagerhalle in Ludwigshafen waren viele Feuerwehren aus der Region mit dabei.
Auch das Löschboot erfüllte seinen Zweck hervorragend. Bei einem weiteren Großfeuer in einem
Reifenlager im Pfälzischem Lingenfeld klappte die Zusammenarbeit ebenfalls vorbildlich.
Den Jubilar und Ehrungsabend richtete der SFV, in kompletter Eigenregie zum 13. Mal im Kulturhaus
Käfertal aus.
In Verbindung mit Hans Wasserbäch von der Stabsstelle für Freiwilligen und Werkfeuerwehr richtete
der Verband nun schon zum neunten Mal die Ausbildungsveranstaltung in Losheim aus. Alles Dinge, die aus einer
Jahresplanung der Feuerwehr nicht mehr wegzudenken sind, so Mayer weiter. Als Lobbyist sehe er es als Aufgabe
auch im Doppelhaushalt 2014/2015 wieder auf die wichtigen Belange der Feuerwehr aufmerksam zu machen. Das Dach
der Wache Nord wurde bisher nur provisorisch instand gesetzt. Hier muss schnell was passieren. Im
Gerätehaus Wallstadt müssen mindestens die Sanitär- und Aufenthaltsräume neu gebaut
werden. Bei Wehren mit Frauen ist für die Geschlechtertrennung Sorge zu tragen. Es kann nicht sein das
dort nur ein Duschraum zur Verfügung steht. Hier müssen dringend Toiletten und Umkleideräume
geschaffen werden. Diese Maßnahmen sind im Haushalt 14/15 vermerkt, und dafür sind wir dankbar, so
Mayer. Zudem freue man sich auch über den Neubau der Hauptfeuerwache. Wichtig sei jedoch, dass es sich
dabei um eine Folge des Glücksteinquartiers handelt und daher in erster Linie diesem Projekt geschuldet
ist. Als Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverband Mannheim appellierte Mayer an den Gemeinderat bei dem anstehenden
Mittelverteilungskampf zu beachten, dass die entstehenden Kosten in erster Linie Stadtentwicklungs- und nicht
Feuerwehrkosten sind. Uns als Feuerwehren sei natürlich klar, dass Einsparungen vorgenommen werden
müssen, weshalb auch der gekürzte Investitionshaushalt zähneknirschend akzeptiert wurde. Wenn
auch mit dem dringenden Appell diese Investitionsmittel von 2013 nach 2014 zu übertragen. Nur so sei die
Feuerwehr in der Lage die beschlossenen Maßnahmen zu finanzieren. Wie z.B. bei der Beschaffung von drei
Großfahrzeugen, die eben erst Ende 2014 geliefert werden können, ebenso die Bootshalle, die bereits
beschlossen und 2013 finanziert ist, sowie die Sirenen. Großes Kopfzerbrechen bereitet allerdings der
Ergebnishaushalt. Völlig unverständlich sei es, warum der Ansatz 2014 bereinigt geringer
ausfällt als das Rechnungsergebnis 2012. Zudem kommen Unwägbarkeiten wie z.B. die nicht
mögliche Abrechnung von Ölspuren unbekannter Verursacher. Zwar werde die Reinigungsfirma bezahlt,
aber dies geschehe aus dem Etat der Feuerwehr. Laut Mayer gehe die Nichteinbringbarkeit zusätzlich zu
Lasten des ohnehin schon schmalen Etat. In diesem Zusammenhang plant die Feuerwehr auf Initiative und mit
großem Anteil der freiwilligen Feuerwehr, eine öffentlichkeitswirksame Großübung um die
Leistungsfähigkeit aller Hilfsorganisationen zu Zeigen. Weiter wies Mayer darauf hin, dass die dafür
angemeldeten Mittel nicht Bestandteil des Etat sind.
Als Vorsitzender forderte Karl Mayer, im Namen aller Hilfsorganisationen, den Ersten Bürgermeister dazu
auf Sorge zu tragen, dass der schmale Etat vom Ergebnishaushalt der Feuerwehr dadurch nicht noch
zusätzlich belastet wird. Ansonsten kann es zu der Situation kommen, dass die Feuerwehr kein Geld mehr
für Sprit ihrer Fahrzeuge hat. Ebenfalls befinden sich die Betriebskosten des Feuerlöschboots
nicht im Etat. Hier sei die Stadt eine Verpflichtung anderer Partner gegenüber eingegangen, so
Mayer. Weiter seien die Unterhaltskosten der Fahrzeuge und Geräte der Feuerwehr stetig gestiegen.
Ebenfalls seien die im Haushalt bereitgestellten Mittel zur Beschaffung von Fahrzeugen der Freiwilligen
Feuerwehr nicht abgebildet. Der Brandschutzbedarfsplan soll auch die Attraktivität der Feuerwehr für
die Neugewinnung von ehrenamtlichen steigern. Dazu gehört eine Konzeption die sich an den Ergebnissen
einer Markforschung orientiert will heißen: Wir müssen zunächst von Fachleuten ermitteln
lassen, wie die junge Generation denkt, was sie begeistert und sie fordert. Mit diesem Erkenntnis lässt
sich ein Konzept für die Stadt Mannheim erarbeiten, so Karl Mayer.
Besonders begrüße der Verband auch das mit der Gesetzesreform im Beamtenrecht für
Berufsfeuerwehrleute ab dem 40. Lebensjahr Vorsorgekuren eingeführt wurden. Alle in
Baden-Württemberg betroffenen Städte haben sich auf die Umsetzung dieser Kuren geeinigt. Auch
Mannheim.
Der lange geforderte Brandschutzplan befindet sich in einem ersten Schritt der Umsetzung, teilte Mayer mit.
Bereits Anfang Januar beginnen 9 Feuerwehrleute ihre feuertechnische Ausbildung. Auch sind Mittel zur
Beschaffung neuer Fahrzeuge für die FF da.

Der neuer Landessportreferent Thorsten André, zeigte anhand einer Powerpoint-Präsentation
die Erfolge der Feuerwehrsportler.
Beim Hallenturnier in Groß-Kleinniedesheim erreichte die Fußballmannschaft der Berufsfeuerwehr den
2. Platz.
Georg Weickardt, Klaus Hardung, Michael Feuerbach und Robin Löffler erreichten bei der
15. Deutsche Tischtennis Meisterschaft Feuerwehr in Kiel den 12. Platz.
Deutscher Feuerwehrmeister im Einzelzeitfahren mit dem Rennrad wurde in Rosdorf Ralf Glock, Tim Bratzler
erreichte in seiner Altersklasse den 3. Platz.
Bei der 5. Deutschen Mountainbike Feuerwehrmeisterschaft wurde Tim Bratzler, Ralf Glock Michael Weber zum
vierten Mal in Folge Deutscher Meister in der Teamwertung. Günter Back gewann Silber und Tim Bratzler
eine weitere Bronzemedaille in der Einzelwertung.
Das Team der Mannheimer Feuerwehr gewann beim 1. Wilhelmsfelder Firefighter Stairrun den 1. Platz in der
Teamwertung und Stephan Kraft den 1. Platz bei der Einzelwertung.
Bei der TFA Firefighter Combat Challange in Mühlheim bei Freiburg und Berlin nahmen Michael Weiner,
Matthias Müller und Stefan Stude teil.
Auf der bei Feuerwehr-Messe Florian durchgeführten Feuerwear Challange erreicht Matthias Müller den
5. Platz, Stefan Kraft kam auf den 14. Platz.
Das Highlight dieses Jahres fand im irischem Belfast statt. Bei den Word Police and Fire Games gewann Tim
Bratzler mit dem Mountainbike Bronze. Beim Treppenlauf in Feuerwehrausrüstung wurde er achter und in
Laufkleidung sechster. Daniel Geidt erzielte seine Bestzeit im Halbmarathon. Einen guten vierten Platz holte
Ralf Glock beim Einzelzeitfahren mit dem Rennrad. Bronze in der Einzelwertung und den 3. Platz holte sich
Georg Weickardt beim Tischtennis. Jeweils eine Silbermedaille holten Steffen Göhring und Uwe Spitzer in
ihren Altersklasse beim Bankdrücken.
Eine große Herausforderung war auch das Planen und Ausrichten der 7. Deutschen Feuerwehrmeisterschaft im
Marathon und Halbmarathon im Juni. Auch hier erzielten die Mannheimer Feuerwehrmänner und Frauen
hervorragende Ergebnisse.

2014 will André, die 39. Baden-Württembergische Tischtennis Mannschaftsmeisterschaft nach Mannheim
holen. Auch die Abnahme des Deutsche Feuerwehr Fitness Abzeichen ist geplant.
Als internationaler Wettkampf stehen nächste Jahr die World Firefigter Games in Los Angeles an. Auch hier
werden die Sportler des Wettkampfteams der Berufsfeuerwehr Mannheim wieder auf Medaillenjagt gehen.

Im Anschluss referierte Bert Siegelmann, Inhaber und Geschäftsführer der Rhein-Neckar Fernsehen GmbH
über das Thema: Feuerwehr und Medien.
In seinen Ausführungen machte er deutlich wie wichtig heutzutage eine gute Pressearbeit sei. Gerade im
Zusammenhang mit dem Onlinezeitalter. "Sie können sicher sein, dass Sie immer und überall von einem
Smartphone aufgenommen werden", so Siegelmann.
Gerade in so einem Fall ist es wichtig das die Öffentlichkeit schnell und vor allem richtig informiert
wird. Wenn die Medien nicht sachkundig gefüttert werden verbreiten sich Gerüchte von Bloggern rasend
schnell. Man sah es z.B. bei der Brandkatastrophe vor einigen Jahren in Ludwigshafen. An der Einsatzstelle gab
es keine Auskünfte. So kam es, dass zum Beispiel ein an die Wand gemaltes Hakenkreuz sofort als Anzeichen
eines rechten Hintergrunds gewertet wurde, obwohl es nichts mit den Ereignissen zutuen hatte. Da dies nicht
dementiert wurde verbreitete sich diese Meldung sofort in die Welt. Ein einfaches: Nein, dieses Geschmiere
stammt noch von einem Lokal, dass sich früher in dem Gebäude befand, hätte die ohnehin
aufgeheizte Lage sofort entspannt.
Siegelmann mahnte aber auch, dass man nicht jeden Ungeschulten vor die Medien schicken solle. Hierzu braucht
es Profis.
Als Vertreter der Öffentlichkeit ist es aber auch die Pflicht eines Journalisten auf Missstände
aufmerksam zu machen. Die Feuerwehr muss der Politik deutlich zeigen wo der Schuh drückt. Im Interesse
der Öffentlichkeit sollten Presse und Feuerwehr zusammen arbeiten.
Nutzen sie die Medien für ihre Zwecke. Setzen sie Informationen schnell ab. Mutmaßen sie nichts,
geben sie nur die feststehenden und abgesprochenen Informationen raus.

Im Anschluss des Referats ehrte Heidelbergs Leitender Branddirektor Dr. Georg Belge in seiner Funktion als
Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehr (AGBF) Oberbrandrat Bernhard Kunkel für seine
herausragende Arbeit der letzten fünf Jahre als Landessportreferent der Feuerwehren in
Baden-Württemberg. Als sein Nachfoger begrüßte er Brandoberinspektor Thorsten André und
bestätigte ihn als neuen Landessportreferenten.

Stefan Hermann zeichnete in seiner Funktion als Vizepräsident des Landes Feuerwehrverbands
Baden-Württemberg den Leiter der Stabsstelle FF/WF Hans Wasserbäch für seine hervorragenden
Leistungen in der Feuerwehr und als Initiator beim Aufbau der Notfallseelsorge in Mannheim mit dem Deutschen
Feuerwehrkreuz in Silber aus.
Hans Wasserbäch trat 1972 in die Freiwillige Feuerwehr ein und ging 1975 zur Berufsfeuerwehr Stuttgart.
1989 wechselte er zur Berufsfeuerwehr Mannheim.

Text: Ralf Siegelmann
Bilder: Susanne Maurer